Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 21:00 Uhr | Kinos im Andreasstadel

 
Freundlich, belesen und gutaussehend ist der neue Lehrer und entwickelt sich damit bald zum absoluten Liebling der Schule. Doch hinter Hasumis Saubermannimage brodelt es gewaltig. Nicht nur, dass Vergehen im Kollektiv hart geahndet werden, sondern auch eine ungeklärte Selbstmordserie an seiner alten Schule sorgen für Irritationen. Immer klarer wird das Bild eines vollkommen gestörten Psychopathen: Er manipuliert, erpresst und greift schließlich zur Waffe, um sich von den Quälgeistern zu befreien.

Was zunächst nur ein Gefühl ist, wird langsam zu einem Flüstern und schwillt im Filmverlauf zu einem lärmenden Wutausbruch. Wie weit Miike mit seinem Schulmassaker-Film wirklich gehen wird, kann dabei kaum erahnt werden. Der Japaner wütet wie eine Naturgewalt und lässt sich sorgenfrei in den Exzess gleiten. Gut gelaunt schlachtet sich dieses Machwerk durch die Bildungseinrichtung und verstört damit nachhaltig. So hinreißend kontrovers sind Filme nur selten. Seid also gewarnt!

The Lesson of the Evil

Japan 2012, 129 Minuten, OmU Fassung // R: Takashi Miike // Mit: Takayuki Yamada, Shôta Sometani, Fumi Nikaidô
Festivalteilnahmen: Rotterdam International Film Festival, Rom International Film Festival, New York Asian Film Festival, Los Angeles Film Festival, Fantasia Film Festival
Verleih: Rapis Eye Movies

Regie:

Vielfilmer, Tabubrecher, Tausendsassa. Man kann den japanischen Filmemacher Takashi Miike nennen wie man mag. Er ist und bleibt einer der wichtigsten Genre-Regisseure der Gegenwart. AUDITION wurde frenetisch gefeiert und hat in der französischen Terrorfilmwelle ebenso seine Spuren hinterlassen, wie bei den Amerikanern. Eli Roth ehrte ihn dafür mit einem Cameo in HOSTEL. Im vergangenen Jahr wurde mit BLADE OF IMMORTAL Miikes hundertster Film veröffentlicht, was vor ihm nur wenige erreichen konnten.

Trailer:

 
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Bildnachweise: © 2018, Rapid Eye Movies