Donnerstag, 26. Dezember 2019 | 21:00 Uhr | Kinos im Andreasstadel | Deutschlandpremiere

 
Über 300 Opfer zählt die lange Liste des norwegischen Serienkillers, die er jedes Jahr an Heilig Abend um einige Namen ergänzt. Als Weihnachtsmann verkleidet, versteht sich. Dreizehn Jahre lang treibt der Scheinheilige sein Unwesen, bis Detective Rasch ihn vor die Flinte bekommt. Seither herrscht stille Nacht an Weihnachten. Doch der rotbemützte Schnitter lebt und ist aus seinem Gefängnis geflohen… auf der Suche nach neuen, ungezogenen Mädchen und Jungen, die er in den Sack stecken kann.

Ein düsteres Machwerk ist Reinert Kiil da gelungen! Ein finsterer Film, der den Schnee im eisigen Norwegen mit Körpertemperatur zum Schmelzen bringt. Dabei erinnert die breiige Ästhetik an das B-Movie Massaker A L’INTERIEUR, während die Erzählung eher im nordischen Krimi anzusiedeln ist. Gepaart mit bekannten Mustern des Slasherfilms stapft dieser grimmige Film ohne Rücksicht auf Verluste durch das blutige Eis. Neu ist das nicht, aber hey: Wenn die bucklige Familie weg ist, heizen wir das Kino ordentlich an.

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Juleblod

Norwegen 2017, 104 Minuten, OmEU // R.: Reinert Kiil // Mit: Stig Henrik Hoff, Sondre Krogtoft Larsen, Truls Svendsen u.a.
Festivalteilnahmen: Lund International Fantastic Film Festiva, Macabro Film Festival, Sitges Film Festival, Sydney Underground Film Festival, Night Visions Film Festival
Verleih: Reel Suspects (Weltvertrieb)

Regie:

Als Requisiteur und Szenenbildner war Reinert Kiil bereits an über 50 internationalen Produktionen beschäftigt und hat einiges an Knowhow angehäuft. Seine eigenen Filme indes sind biestige Low-Budget Filme, die vor allem wegen ihres Exploitation-Einschlags für Aufsehen sorgten. Kiil ist als einer der wenigen norwegischer Filmemacher, die man für das Genre „Horror“ kennt. Als Regisseur machte er 2007 auch eine Kurzfilm-Dokumentation über Jörg Buttgereit. Derzeit arbeitet er an einem Science-Fiction Film.

Trailer:

 
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