Donnerstag, 31. Oktober 2019 | 21:00 Uhr | Kinos im Andreasstadel

 
Als Bradley den Job verliert und seine Frau beim Telefongeflüster erwischt, treibt es ihn in seinen alten „Beruf“ zurück. Er will Geld für die Liebe seines Lebens und den kommenden Nachwuchs als Drogenkurier ranschaffen – und scheitert. Bradley landet im Bau und soll seinen Auftraggeber für den Verlust entschädigen, oder das ungeborene Kind stirbt. Die Entschädigung: Ein Mord. Das Problem: Das Ziel sitzt im härtesten Gefängnis der USA! Ein blutiger Abstieg in die Eingeweide der Gesellschaft beginnt.

Alter Schwede! Was hier hinter schwedischen Gardinen abgeht ist alles andere als Möbelrücken. Vince Vaughn ist ein Monster, das sich durch den Knast berserkt, um in einem Meer aus Blut und Knochen zu baden. Was hier so flapsig formuliert nach großem Spaß klingt, ist ohne Zweifel unterhaltsam, aber auch äußerst derbe Kost, die zudem mit einem äußerst ambivalenten Subtext daherkommt. Irgendwo zwischen Arthouse, Exploitation und Coolness ist BRAWL ein Film, wie man ihn nicht alle Tage sieht: Hart. Gut.

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Brawl in Cell Block 99

USA 2017, 133 Minuten, OmU // R.: S. Craig Zahler // Mit: Vince Vaughn, Jennifer Carpenter, Don Johnson u.a.
Festivalteilnahmen: Toronto International Film Festival, Fantastic Fest, Venedig International Film Festival, Fantasy Filmfest White Nights, Sitges Film Festival
Verleih: Universum Film

Regie:

Steven Craig Zahler ist eines dieser kreativen Multitalente: Musiker, Drehbuchautor, Kameramann, Buchautor, Regisseur. Für letzteres sollen wir uns interessieren, auch wenn sein künstlerisches Gesamtwerk spannend ist. Er debütierte 2015 mit dem knüppelharten Western-Splatter BONE TOMAHAWK. Seine zweite Regiearbeit legte er mit BRAWL IN CELL BLOCK 99 vor. Auch die dritte Arbeit DRAGGED ACROSS CONCRETE zeigt bei allen fundamentalen Unterschieden deutlich Zahlers Handschrift. Ein Exploitation-Auteur?

Trailer:

 
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Bildnachweise: © 2019, Universum Film