Podiumsdiskussion – Wo steht der deutsche Genrefilm (2019)
27.9.2019 | 19:00 Uhr | Eintritt frei

 
Mit dem deutschen Genrekino ist das so eine Sache. Betongrau und in regnerischer Tristesse mäandern die Protagonisten durch einen zähen Plot. So oder so ähnlich sind die Assoziationen mit dem deutschen Genrekino, weil es ein solches in der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht gibt. Wenn man von hiesigen Produktionen spricht, ist man schon beinahe versucht, den Tatort zum Genre zu zählen und damit alle Konventionen zu verraten.

Doch hinter der mausgrauen Fassade blühen zarte Pflänzchen von Unkraut, die sich nicht mehr reißen lassen. Wilde und ungestüme Filme mit einem Leinwand-füllenden Mittelfinger wuchern im Untergrund und klettern mittlerweile auch empor, um gesehen und bewundert zu werden. Die Beispielliste ist lang, ein paar wenige dieser Lichtblicke wollen aber angeführt sein: RAMMBOCK hat gezeigt, das deutsches Zombiekino selbst unter Beteiligung der Öffentlich-Rechtlichen möglich ist; HAGAZUSSA ist immer noch einer der ambitioniertesten filmischen Essays, der letzten Jahre; SCHNEEFLÖCKCHEN ist eine Partygranate, die internationalen Standards mehr als genügt…

Vielleicht sind es gar keine Spitzen, die dort aus dem Sumpf der Dramen hervorgucken, sondern sogar Vorboten einer Strömung? Das alles ist möglich und verlangt nach einer Standortbestimmung. Darum rufen wir ab jetzt zur jährlichen Diskussion nach einem Screening eines der deutschen Genrehighlights.

 

Gregor Erler
Gregor Erler, Regisseur
Stefan Jung
Stefan Jung, Journalist
Krystof Zlatnik
Krystof Zlatnik, Genrenale

Auf dem Podium nehmen Platz

Das zugehörige Screening

Der letzte Mieter


Die Podiumsdiskussion 2019 wird unterstützt und präsentiert von:

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