First three titles announced

Wir starten in eine neue Saison voll aufregender Genrefilme und wir sind mehr als stolz, für euch feinste Perlen aus der Düsternis gefischt zu haben. Allesamt von einer eigenständigen Ausstrahlung geprägt, die die Filme nachhaltig im Kopf bleiben lässt. Hier bekommt ihr einen ersten Blick auf drei herausragende Fundstücke!

Die Jagd nach spannenden Arbeiten beginnt bereits früh im Jahr und hält uns von Februar bis August in Atem. Wir sehen hunderte Filme und haben uns selbst keine Attitüde verpasst. Das einzige Versprechen ist, dass wir nur das beste Zeigen, was wir zeigen können. Nach bestem Wissen und Gewissen wird unsere Auswahl handverlesen, sortiert, neu gedacht, in eine dynamische Reihenfolge gebracht. So entsteh jährlich ein Festival, bei dem man nicht nur leichte Kost sieht. Bei dem jeder seinen Liebling finden kann, aber auch den ein oder anderen Film wütend hinter sich lässt. Film ist Kunst die nicht nur auf der Leinwand Protagonisten bewegt, sondern auch dich!


Zu viel zu lesen? Hier ist die Einschätzung unseres Medienpartners Deep Red Radio. Lauscht!


Wir stellen euch gerne die ersten drei Titel des 8. HARD:LINE Film Festivals vor. Wir starten mit einem anarchischen Kunstwerk aus der Albtraumschmiede. In Johannes Nyholms KOKO-DI KOKO-DA bleibt kein Stein auf dem anderen, wenn er eine familiäre Trauergeschichte auf ungewöhnlichste Art seziert. Exzentrisch, skurril und mit einer feinen Nuancierung in den Torture Porn, das alles nur um sich in einem zutiefst traurigen Finale selbst zu erlösen. So werden Filme geboren, die einen noch Wochen beschäftigen können.

Aus Kolumbien stammt einer der Festivalhits dieses Jahres. Die Ästhetik von Juan Diego Escobar Alzates erstem Kino-Langfilm erinnert in seiner ganzen Popigkeit beinahe an den bayersichen Heimatfilm, steckte da nicht der Teufel im Detail. Dieser Fiesling schwelt lange und mündet in einem Weltenbrand. LUZ – THE FLOWER OF EVIL ist eine Geschichte von Macht und Unterdrückung im Kleinen, wie im Großen. Ein mitreißendes Debüt, das aus dem selben Holz wie The VVitch, Hagazussa und Midsommer geschnitzt ist, dabei jedoch so eigenständig daherkommt, das dieser Vergleich bereits nach seiner Formulierung überholt ist.

Fünf Jahre lang hat Jordan Graham an seinem unglaublich intimen und persönlichen Film gearbeitet. SATOR erzählt hintergründig die Geschichte seiner Großmutter, die zeitlebens glaubte von einem finsteren Dämon beäugt zu werden. Langsam bereitet Graham seine Reise ins Familieninnere vor, um in immer dichter werdender Düsterniss einen zutiefst beunruhigenden und beizeiten wahrlich erschreckenden Film auf die Welt loszulassen. Das Prädikat „Geheimtipp“ wird diesem analytischen und lynchesken Horrorfilm nicht gerecht. SATOR verdient eure ungeteilte Aufmerksamkeit!

Schon im ersten Block wollen wir euch zeigen, dass trotz offensichlicher Verwandschaften der Filme drei Werke entstanden sind, die so unterschiedlich sind, wie sie es nur irgendwie sein können. Damit ist die Saison eröffnet… More to come!

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