Drei neue Bretter fürs Festival!

Im Hintergrund wird noch gefeilt, geschliffen, gebohrt und genagelt. Trotzdem zeigen wir euch stolz drei fertige Stücke aus unserer Kollektion mit dem hübschen Namen „HARD:LINE 2020“. Drei Filme, die international hohe Wellen schlagen werden und die sich perfekt in unser Programm fügen. Jeder Titel eine Marke für sich. Klickt! Staunt!

Nachdem wir die ersten drei Titel vor einer Woche veröffentlicht haben, wird es Zeit nachzulegen, so dass das feine Flämmchen zu einem lodernden Brand wird, der euch nicht mehr nur wärmt, sondern richtig heiß werden lässt. Ein Kandidat ist vielen schon ein Begriff und macht seit längerem die Runde. Die beiden anderen sind so neu, dass man sich fast gar nicht traut, zu viel zu verraten. Denn am besten guckt man immer ohne Vorkenntnis, ohne Erwartungshaltung und mit Spaß am Genre. Nur so ist man offen für das was kommt. Doch selbst wenn ihr euch lieber ein wenig Spoilern lasst, so werden euch diese drei Highlights nicht enttäuschen!


Zu viel zu lesen? Hier ist die Einschätzung unseres Medienpartners Deep Red Radio. Lauscht!


Seit dem vergangenen Jahr haben wir zu unserem internationalen Line-Up auch einen einheimischen Film im Programm. Es soll ein Film sein, der für die positive Genreentwicklung im Genre-Entwicklungsland Deutschland steht. Und: Heiliger Bimbam! Dafür steht Michael Venus‘ Film SCHLAF definitiv. Neben Sandra „Erdmanns Tochter“ Hüller glänzt Gro Swantje Kohlhof als Mona, die von klugen Filmzitaten begleitet finster und grimmig in die Kleinstädterei stapft. Venus Film nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf Vergangenheit und Gegenwart und entfaltet seine volle Wucht als Genrefilm indem er mit verschiedenen Realitätsebenen spielt. Ein geschickter Film und tatsächlich der beste deutsche Genrefilm in diesem Jahr.

Unser Festival wird nicht zuletzt aufgrund des Namens als Splatterfestival eingestuft. Dabei beschreibt HARD:LINE mitunter die unsichtbare Grenze des Machbaren im Genre, die am Ende ganz klar bei jedem wo anders liegt. Dennoch kann diese Grenze selbstredend auch entlang der Splatterästhetik verlaufen. Es gehört daher einfach dazu, einen klassischen Midnighter im Programm zu haben. Diese Zuschreibung dürfte auf FOR THE SAKE OF VICIOUS zweifelsfrei zutreffen. Denn bei Gabriel Carrers und Reese Eveneshen erster Regiezusammenarbeit handelt es sich um einen Home-Invasion-Thriller in seiner brachialsten und unüblichsten Form. Ein bitterböser und vom pumpenden Sound getriebener Bastard von einem Film, dessen Name Programm ist. Wenn ihr es roh, heftig und blutrot mögt, dann ist dieser stylische Fiesling genau das, was euere Gier befriedigt.

Herausragende filmische Ratespielchen haben bei uns lange Tradition und werden vom Publikum honoriert. Richtig eingeschlagen haben solche Filme vor allem dann, wenn Sie auch als Unterhaltungsfilm funktionieren. THE OAK ROOM ist unscheinbar, wenn man die Beschreibung oberflächlich liest. Aber – meine Gott – ist dieser Film eine Macht! Cody Calahans Film ist mit solch einer Finesse geschrieben, gespielt und inszeniert, dass er einem zu Kopf steigt, wie der letzte Whiskey an der Bar, bevor es nach Hause geht. Calahans Film ist ein gewaltiger Blizzard von einem Thriller und absoluter Pflichtstoff für alle und jeden, für die Genrekino nicht kopflos ist. THE OAK ROOM ist eines der Highlights dieses Jahres!

Und schon sind wir am Ende mit unserer zweiten Ankündigung. Bestätigungen für Filme flattern noch immer herein und wir sind im Moment bei 11 Langfilmen und 16 Kurzfilmen. Oder anders gesagt: Freunde, da kommt noch was auf euch zu!

Dieser Artikel wurde verfasst von

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