Samstag, 25. Oktober 2014 | 22:30 Uhr | Kinos im Andreasstadel

 
Wie eine Puppe steht er vor seinem Publikum und singt schmalzige Lieder von Vergangenheit und Verlust. So tingelt Marc von Show zu Show, von Altenheim zu Altenheim. Als er eines Nachts mit seinem Bus liegen bliebt, hilft ihm der Hotelier Paul Bartel; ein seltsamer Kauz, der scheinbar alles was einst gut und schön war, verloren hat. Mehr und mehr verwandelt sich der Gastgeber zu einem unheilvollen Kerkermeister. Marc sieht sich Gefangen in einem Kreislauf vollkommenen Wahnsinns. Wie eine Puppe…

Calvaire

Belgien, Frankreich, Luxemburg 2004 // R: Fabrice Du Welz // 88 Minuten
Verleih: I-ON NewMedia
Fassung: OmU

Regie:

Sein Erstling „Calvaire“ war ein Paukenschlag und beschäftigte das Publikum auf den internationalen vor allem frankophonen Filmfestivals nachhaltig. Fabrice Du Welz‘ Destillat aus Genrezitaten und düsterer Atmosphäre versetzte Cinephile und Fans gleichermaßen in Verzückung und schürte die Erwartungen an den jungen Belgier. Diese übertraf er jedoch bei weitem mit seinem düster melancholischen „Vinyan“. Man darf gespannt sein, wie „Alleluja“, der dritte Film des Talents, ausfallen wird!

Zum Film:

Oftmals nennt man Fabrice Du Welz‘ Langfilmdebüt und Alexandre Ajas brutales Meisterwerk „Haute Tension“ in einem Atemzug. Dabei könnten beide Filme kaum unterschiedlicher sein. Dennoch ist der Vergleich berechtigt: „Calvaire“ ist ein wahnsinniger Film voller Unvorhersehbarkeit und düsterer Atmosphäre. Statt aber auf Brutalität, setzt er auf eine gemächlich bedrohliche Erzählweise. Die lyncheske Inszenierung zielt ab auf das Gefühlsleben des Zuschauers und trifft dieses mitten ins Mark.

Trailer:

 
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Bildnachweise: © 2014, I-On New Media



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